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Startseite / Sehenswürdigkeiten und Museen in Weliki Nowgorod / Worotnaja-Turm von Gostiny Dwor
Worotnaja-Turm von Gostiny Dwor
Adresse:
Jaroslaw-Hof, Weliki Nowgorod, Region Nowgorod, 173000

Telefon:
+7 (816 2) 77 37 38

Webseite:
http://novgorodmuseum.ru

Öffnungszeiten:
10:00 – 18:00
Перерыв: 13:30 – 14:30
Выходной: Вт, Ср, первый Пн месяца

Open: 10 a.m. – 6 p.m.
Break: 1:30 p.m.– 2:30 p.m.
Closed: Tue., Wed. and first Mon. of the month

Eintrittspreis:
80 руб. — взрослый
40 руб. — студенты ВУЗов
дети до 16 лет — бесплатно

150 roubles (adults)
100 roubles (students)
children under 16 - free

GPS-Koordinaten:
58.51816100, 31.28462400

Audioguides in Russisch, Deutsch, Englisch und Französisch!

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Der Worotnaja-Turm, auch Gridniza oder "Jaroslaw-Turm" genannt, in dem die Ausstellung untergebracht ist, war früher Bestandteil des "Hofes für Gäste" (Gostiny Dwor). Bei diesem Turm handelt es sich um das einzige erhalten gebliebene Gebäude des Endes des 17. Jahrhunderts. Dieser Turm ist ein Beispiel für oberhalb der Pforten errichtete Konstruktionen nichtreligiösen Charakters, die Ende des 17. Jahrhunderts Verbreitung bekamen.

Die Frage der Bestimmung des Turmes bleibt bis heute offen, da die Bauarbeiter auf das ursprüngliche architektonische Vorhaben verzichtet haben. Das Projekt des Worotnaja-Turmes wurde nicht verwirklicht. Der Turm hat sich in ein bescheidenes Gebäude verwandelt, wo jahrelang die verschiedensten Institutionen untergebracht wurden: vom Stadtmagistrat, dem «Waisengericht» und der «Befehlskammer» bis hin zu einem Asyl und einer Bildungseinrichtung.

Vor dem Großen Vaterländischen Krieg waren die Räume des Worotnaja- Turmes für Wohn- und Archivzwecke bestimmt. In den Jahren 1941-1943 wurden die Bauten des Gostiny Dwor zerstört, der Turm wurde auch beschädigt. Die Restaurierungsarbeiten wurden in den 1950-er Jahren von den Architekten W. N. Sacharowa und S. N. Dawydow sowie in den 1990-er Jahren von G. M. Schtender durchgeführt.

Zurzeit gehört der Worotnaja-Turm zu den Museen und ist ein für Besucher geöffnetes Museumsgebäude. Die Ausstellung, die in den Sälen der drei Stockwerke des Turmes untergebracht ist, macht die markantesten Gegenstände des christlichen Altertums zugänglich. Das sind Werke der Gussplastik ans dem 11. – 15. Jahrhundert: Kreuze (verschiedene Arten und mit verschiedenen Bestimmungen), Amulette aus Schlangenstein, Brustikonen, aufklappbare Marienmedallions, einzigartige Ripiden, kirchliches Geschirr. Hier gibt es auch Gegenstände des kirchlichen Gebrauchs des 17.-19. Jahrhunderts wie Patenen, liturgische Sterne, Platten, Kasualienteller, Sakramentshäuser, Monstranzen, ein liturgisches Waschbecken. Sie sind vorwiegend aus Zinn hergestellt. Hier kann man auch Erzeugnisse der Werkstätten russischer Altgläubiger (Ende des 17. Jahrhunderts – 19. Jahrhundert) sehen.

Die einzigartige Ausstellung "Christliche Altertümer. Künstlerische Metallgestaltung des 11.-19. Jh." in den Sälen der drei Stockwerke des Worotnaja Turmes präsentiert mehr als 300 Kunstgegenstände aus Metall – vorwiegend Kreuze, Amulette, Miniaturikonen, Kirchengeräte. 

Die Sammlung der Kunstgegenstände aus Metall religiösen Charakters belegt einen bedeutenden Platz unter den Sammlungen des Nowgoroder staatlichen vereinigten Museumsreservat und zählt rund 3 000 Denkmäler der christlichen Kultur. 

Diese Ausstellung zeigt über 300 Gegenstände — in solchem Umfang wird diese Sammlung zum ersten Mal vorgestellt.

Außer der Bekanntschaft mit dieser Ausstellung haben die Besucher die bemerkenswerte Möglichkeit, zur Aussichtsplattform des Worotnaja-Turmes hinaufzusteigen.

Der Gostiny Dwor mit dem Worotnaja-Turm wurden Ende des 17. Jahrhunderts vom Maurermeister Gurij Wachromejew entworfen und gebaut – genauso wie die erste steinerne Brücke  über den Fluss Wolchow und der Pretschistenski Turm des Kremls). Später wurde der Bautenkomplex von Gostiny Dwor mehrfach umgebaut. Deshalb sind lediglich der Worotnaja-Turm aus dem 17. Jahrhundert und die in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaute Arkade des Gostiny Dwor bis in unsere Zeit erhalten geblieben.

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