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Startseite / Sehenswürdigkeiten und Museen in Weliki Nowgorod / Nowgoroder Festung
Nowgoroder Festung
Adresse:
Weliki Nowgorod,
Region Nowgorod, 173007

Telefon:
+7 (816 2) 77 37 38

Webseite:
http://novgorodmuseum.ru

Öffnungszeiten:
6:00 – 00:00
6 a.m. – 12 a.m.

Eintrittspreis:
вход свободный
entrance is free

GPS-Koordinaten:
58.52105700, 31.27274200
 

Die Geschichte des Entstehens der ersten Nowgoroder Festung gehört zur Mitte des 11. Jahrhunderts. Sie wurde auf einem kleinen Hügel zwischen zwei Schluchten errichtet, und zwar dort, wo sich jetzt die Sophienkathedrale mit dem an sie angrenzenden Platz befindet. Während der Herrschaft der Nowgoroder Fürsten Wladimir Jaroslawitsch und Mstislaw Wladimirowitsch (11.-12. Jahrhundert) hat sich der Kreml erweitert und die heutige Fläche erreicht. Von jenen fernen Zeiten sind die mächtigen Mauerumwallungen erhalten geblieben, auf denen Ende des 15. Jahrhunderts Steinwände und Türme nach dem italienischen Vorbild errichtet wurden.

Wer um den Kreml herumgehen will, braucht nur eine halbe Stunde. Die Länge seiner Wände beträgt 1350 m, die Dicke erreicht 4 m. Neun von zwölf Türmen sind erhalten geblieben. Fünf  von ihnen (was der Anzahl der „Enden“ – der Verwaltungseinheiten von Weliki Nowgorod – entsprach) waren für den Durchgangsverkehr geeignet und stellten kleine architektonische Gruppen (ein Turm und eine oberhalb der Pforte gelegene Kirche) dar.

Der einzige Turm des 16. Jahrhunderts, der über die Grenze der Wand hinausragt — der Pokrowskaja-Turm — ist zur Feldseite gerichtet, die während der Artillerieangriffe besonders gefährdet ist. Deshalb hat dieser Turm drei Meter starke Wände, und seine Fassaden haben 55 Schießscharten. Der benachbarte fünfgeschossige Slatoustowski Turm ist dadurch berühmt, dass er im 17. Jahrhundert in ein Gefängnis umgewandelt wurde. Davon zeugt sein voriger Name „Tjuremnaja“, vom Wort Tjurma (Gefängnis).

Im Kreml gibt es zwei runde Türme, die für Nowgorod nicht typisch sind. Einer von ihnen — der Metropoliten-Turm — hieß bis zum 17. Jahrhundert "Runder Turm" oder "Roter Turm". Der zweite — Fjodor-Turm — hat den Namen von der Kirche bekommen, die zum Andenken an den früh (kurz vor seiner Hochzeit) gestorbenen Bruder von Alexander Newski – Fjodor – errichtet wurde. Nachher wurde Fjodor heiliggesprochen. Seine Reliquien ruhen in der Sophienkathedrale.

Der höchste Turm des Kremls — der im 18. Jahrhundert errichtete Wachturm Kokuj (41 Meter)  ist in der warmen Jahreszeit für Besucher geöffnet (montags und donnerstags geschlossen). Die Turmspitze bietet einen wunderbaren Weitblick über die Nowgoroder Gegend — viele Kilometer ringsumher. 

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